ANALYSE DER EEG-FINANZIERUNG UND DER MARKTWERTE (STAND 2025/2026)
1. Die Ausgangslage: Produktion und Vergütung
Im Jahr 2025 wurden in Deutschland ca. 258,5 Terawattstunden Strom aus Erneuerbaren Energien (EE) erzeugt. Davon unterliegen schätzungsweise 200 Terawattstunden der direkten EEG-Förderung (Einspeisevergütung oder Marktprämie).
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Durchschnittliche Vergütung: ca. 0,13 €/kilowattstunden (Mischkalkulation aus teuren Altanlagen und günstigeren Neuanlagen).
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Gesamtauszahlung an Betreiber: ca. 26,0 Milliarden Euro.
2. Die Erlösseite: Der „Kannibalisierungseffekt“
Die Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) verkaufen diesen Strom an der Strombörse (EEX). Da Wind- und Solaranlagen wetterabhängig oft gleichzeitig einspeisen, drücken sie den Börsenpreis in diesen Stunden massiv nach unten (Merit-Order-Effekt).
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Börsenerlöse: In 2025 konnten nur ca. 9,42 Milliarden Euro durch den Verkauf des EEG-Stroms erzielt werden.
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Negativpreise: Stunden mit negativen Börsenpreisen führen dazu, dass das EEG-Konto zusätzlich zum Auszahlungsbetrag auch noch für die Abnahme des Stroms bezahlen muss.
3. Die Deckungslücke: Der Anteil des Steuerzahlers
Seit der Abschaffung der EEG-Umlage im Jahr 2022 wird das Defizit auf dem EEG-Konto direkt aus dem Bundeshaushalt (Steuermitteln) ausgeglichen.
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Bundeszuschuss 2025: ca. 16,58 Milliarden Euro.
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Subventionsquote: 63,7 %.
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Ergebnis: Fast zwei Drittel der Einnahmen eines EE-Betreibers stammen aktuell vom Steuerzahler, nur gut ein Drittel wird durch den tatsächlichen Marktwert des Stroms gedeckt.
4. Die physikalische Grenze: Speicher und Export
Die Annahme, dass Batteriespeicher oder Wasserstoff (Elektrolyse) die massiven Überschussmengen (allein 76 Terawattstunden Export in 2025) kurzfristig aufnehmen könnten, scheitert an der Skalierung:
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Mengenproblem: Die benötigte Speicherkapazität müsste um den Faktor 10.000 wachsen, um die Exportmengen von 76 Terawattstunden zu puffern.
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Infrastruktur: Es fehlt an flächendeckender Elektrolyseleistung sowie an Transportwegen (Pipelines/Netze) für diese Energiemengen.
5. Fazit und Ausblick
Das aktuelle Fördersystem führt dazu, dass bei jedem windreichen Jahr die Deckungslücke im Bundeshaushalt systembedingt wächst. Die Politik reagiert 2026 mit verschärften Regeln:
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§ 51 EEG: Wegfall der Förderung bei negativen Preisen bereits nach 2 Stunden (statt früher 3-6 Std.).
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Flexibilisierung: Druck auf Betreiber, Anlagen bei Überangebot abzuregeln oder Speicher zu integrieren, da die "Vollkaskomentaliät" der 20-jährigen Festvergütung bei negativen Marktwerten finanziell nicht mehr tragbar ist.
